Wenn zwei Neutronensterne verschmelzen, schmieden sie schwere Elemente in einem Lichtblitz, der Kilonova heißt. In unserer Galaxis dürfte es nur wenige Überreste solcher Explosionen geben. Gefunden wurde noch keiner.
Ein Team in Peking und Notre Dame untersuchte HESS J1507−622. Diese Gammastrahlenquelle liegt ungewöhnlich weit von der Ebene der Milchstraße entfernt. Kein Pulsar, keine Hülle, kein Röntgenleuchten erklärt sie.
Ihr Modell beschreibt sie als Kilonova-Überrest, 200 bis 3.000 Jahre alt. Es bevorzugt ein Alter unter 1.000 Jahren, in 3,8 bis 14,3 Kiloparsec Entfernung. Die Explosion könnte es mit den hellsten Planeten aufgenommen haben.
Warum gibt es dann keine historische Aufzeichnung? Sie verblasste binnen Tagen, sehr weit im Süden. Ein künftiges MeV-Teleskop oder ein schwaches Lichtecho könnte die Frage klären.
Quelle: HESS J1507-622: A Plausible Young Galactic Kilonova Remnant, https://arxiv.org/abs/2609.38341










